JANNAH Bestattungen
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Islamische Bestattung in Hessen

Hier sind wir zu Hause: Unser Sitz ist Neu-Isenburg bei Frankfurt. Das hessische Gesetz erlaubt die Bestattung ohne Sarg aus religiösen Gründen — verlangt aber achtundvierzig Stunden Wartezeit. Beides steht unten im Wortlaut, mit Paragraph.

Gesetz: FBG vom 05.07.2007 Zuletzt geändert 16.12.2025 Fundstelle GVBl. Nr. 101

Die erste Frage

Darf in Hessen ohne Sarg bestattet werden?

Ja, aus religiösen Gründen — und in Hessen ist das auf fast allen Friedhöfen möglich. Unterschiedlich ist nur, welche Genehmigung die Stadt dafür verlangt.

Was im Gesetz tatsächlich steht

§ 18 Abs. 2 FBG — Bestattungsfeierlichkeiten

„Der Gemeindevorstand kann nach Anhörung des Gesundheitsamts Ausnahmen von Abs. 1 und aus religiösen Gründen die Bestattung ohne Sarg gestatten. In den in § 12 Abs. 1 bezeichneten Fällen ist eine Ausnahme nicht zulässig."

Zuständig ist der Gemeindevorstand, in Städten der Magistrat. Wie das umgesetzt wird, regelt jede Stadt selbst. In Frankfurt braucht es keine eigene Genehmigung über das Gesundheitsamt. In Neu-Isenburg und Dietzenbach dagegen schon, und dort unterscheiden sich die Wege. Wir kennen sie und stellen den Antrag, wo einer nötig ist.

Ausgeschlossen ist sie nur, wenn der Verstorbene an einer schweren übertragbaren Krankheit litt, wie sie § 12 Abs. 1 aufzählt. Dann schreibt das Gesetz den Sarg vor, und wir sagen Ihnen das offen.

Warum der Verstorbene trotzdem im Sarg kommt

§ 15 FBG — Beschaffenheit der Särge

„Für die Aufbewahrung in einer Leichenhalle und die Beförderung der Leiche ist ein fester, gut abgedichteter Sarg zu benutzen."

Der Sarg ist also Transportmittel, nicht Grabstätte. Beigesetzt wird im Kafan. Wer das vorher weiß, erschrickt am Friedhof nicht.

Die zweite Frage

Wie schnell kann beigesetzt werden?

  • 36Stunden

    Bis dahin muss der Verstorbene in einer Leichenhalle liegen, gerechnet ab dem Tod.

    § 17 Abs. 1
  • 48Stunden

    Frühester Zeitpunkt der Beisetzung, gerechnet ab dem Tod.

    § 16 Abs. 1
  • 10Tage

    Spätester Zeitpunkt. Seit der Gesetzesänderung von 2025 sind es zehn statt vier Tage.

    § 16 Abs. 1

Achtundvierzig Stunden sind für eine Beisetzung nach Sunnah lang. Anders als in Rheinland-Pfalz lässt das hessische Gesetz die Frist nur unter einer sehr engen Bedingung verkürzen.

Wann die Frist kürzer sein darf

§ 16 Abs. 4 FBG

„Die Bestattungsfrist kann verkürzt werden, wenn Glaubensregelungen dies verlangen und die Voraussetzungen des Abs. 2 Satz 2 vorliegen."

§ 16 Abs. 2 Satz 2 FBG

„Der Gemeindevorstand kann ferner eine vorzeitige Bestattung zulassen, wenn die Verwesung der Leiche so weit fortgeschritten ist, dass ein Scheintod nicht mehr in Betracht kommen kann und dies von einem Arzt schriftlich bestätigt worden ist."

  1. Der Glaube allein reicht nicht

    Das Gesetz nennt den religiösen Grund ausdrücklich. Es verlangt aber zusätzlich, dass ein Arzt schriftlich bestätigt, dass ein Scheintod ausgeschlossen ist — und das knüpft es an sichtbare Veränderungen des Körpers.

  2. In der Praxis selten

    In den ersten Stunden nach dem Tod liegt diese Voraussetzung meist noch nicht vor. Eine Beisetzung vor Ablauf der achtundvierzig Stunden ist in Hessen deshalb die Ausnahme. Wir versprechen Ihnen nichts, was das Gesetz nicht hergibt.

  3. Was wir stattdessen tun

    Wir holen Sterbeurkunde, Friedhofsanmeldung und die Erlaubnis für die Beisetzung ohne Sarg parallel ein. So ist alles bereit, wenn die achtundvierzig Stunden vorbei sind — und es scheitert nicht an Papieren.

Sie müssen zu keiner Behörde und keinen Antrag ausfüllen. Rufen Sie an und sagen Sie uns, wo beigesetzt werden soll — den Rest übernehmen wir.

Über eine Verkürzung entscheidet der Gemeindevorstand im Einzelfall. Wenn sie in Ihrem Fall in Frage kommt, beantragen wir sie.

Die dritte Frage

Wo in Hessen islamisch bestattet wird

Einen eigenen islamischen Friedhof gibt es in Hessen praktisch nicht. Das hat denselben rechtlichen Grund wie in anderen Bundesländern.

Beigesetzt wird auf kommunalen Friedhöfen, die ein muslimisches Grabfeld ausgewiesen haben — mit Gräbern, die nach Mekka ausgerichtet sind. Das ist kein Behelf, sondern der übliche Weg.

§ 3 Abs. 1 FBG

„Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, können zur Bestattung ihrer Mitglieder und deren Angehörigen Friedhöfe in eigener Verwaltung anlegen, unterhalten und erweitern."

Kaum eine islamische Gemeinde besitzt diesen Status. Deshalb führt der Weg über die Friedhöfe der Städte und Gemeinden.

Wer wo beigesetzt werden darf

§ 2 Abs. 4 Satz 1 FBG

„Auf den Friedhöfen ist die Bestattung der Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Personen zu gestatten, die innerhalb der Gemeinde verstorben sind."

Ein Anspruch besteht also am Wohnort und am Sterbeort. Soll auf dem Grabfeld einer anderen Stadt beigesetzt werden, entscheidet deren Friedhofsordnung. Das klären wir für Sie vorher.

Städte in Hessen mit muslimischem Grabfeld

Diese Städte führen ein muslimisches Grabfeld:

  • Neu-Isenburg
  • Dietzenbach
  • Frankfurt am Main
  • Offenbach am Main
  • Wiesbaden
  • Darmstadt
  • Kassel
  • Friedberg

Ihr Ort ist nicht dabei? Rufen Sie trotzdem an. Auch auf anderen Friedhöfen ist eine islamische Beisetzung oft möglich. Wir fragen für Ihren Ort nach.

Neu-Isenburg und Dietzenbach: aus unserer eigenen Arbeit. Frankfurt: Hauptfriedhof, Friedhof Höchst und Parkfriedhof Heiligenstock. Offenbach: Neuer Friedhof. Wiesbaden: Südfriedhof. Darmstadt: Waldfriedhof. Kassel: Westfriedhof. Stand 25. September 2026. Ob weitere Friedhöfe ein Grabfeld führen, klären wir für den gewünschten Beisetzungsort.

Was wir übernehmen

Wir holen den Verstorbenen ab, waschen und hüllen ihn nach islamischem Ritus, erledigen die Formalitäten und melden die Beisetzung beim Friedhof an. Dazu gehört, wo die Stadt es verlangt, der Antrag auf Bestattung ohne Sarg.

Wie das im Einzelnen abläuft, steht auf eigenen Seiten: der Weg von der Abholung bis zum Grab, die Totenwaschung und das Totengebet.

Was es kostet

Unsere Preise sind dieselben wie überall in Deutschland und stehen auf der Seite Kosten. Hinzu kommen die Gebühren des jeweiligen Friedhofs, die jede Gemeinde selbst festsetzt.

Wenn ins Herkunftsland überführt werden soll

Von Neu-Isenburg aus ist der Frankfurter Flughafen wenige Minuten entfernt. Was für eine Überführung nötig ist und wie lange sie dauert, steht unter Internationale Überführung.

Bei einer Fehl- oder Totgeburt

Das hessische Gesetz regelt diesen Fall in § 9 Abs. 3: Tot geborene Kinder unter 500 Gramm sind auf Verlangen eines Elternteils individuell zu bestatten. Was allgemein gilt, steht unter Fehlgeburt & Totgeburt.

Nachgefragt

Häufig gestellte Fragen

Darf in Hessen ohne Sarg bestattet werden?

Ja, aus religiösen Gründen, und das auf fast allen Friedhöfen. Rechtsgrundlage ist § 18 Abs. 2 des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes.

Welche Genehmigung nötig ist, regelt jede Stadt anders: In Frankfurt keine eigene über das Gesundheitsamt, in Neu-Isenburg und Dietzenbach schon. Ausgeschlossen ist die sarglose Bestattung nur bei bestimmten schweren übertragbaren Krankheiten.

Warum kommt der Verstorbene trotzdem im Sarg?

Weil § 15 für die Aufbewahrung in der Leichenhalle und für die Beförderung einen Sarg vorschreibt.

Die Beisetzung selbst findet dann im Kafan statt.

Wie schnell kann in Hessen beigesetzt werden?

Nach § 16 Abs. 1 frühestens achtundvierzig Stunden und spätestens zehn Tage nach dem Tod.

Wir bereiten alle Papiere parallel vor, damit die Beisetzung so bald wie möglich nach Ablauf der achtundvierzig Stunden stattfinden kann.

Lässt sich die Frist aus religiösen Gründen verkürzen?

Nur eng. § 16 Abs. 4 erlaubt die Verkürzung, wenn Glaubensregelungen es verlangen und zusätzlich ein Arzt schriftlich bestätigt, dass ein Scheintod wegen fortgeschrittener Verwesung ausgeschlossen ist.

In den ersten Stunden nach dem Tod ist das meist noch nicht der Fall. Kommt es in Ihrem Fall in Frage, beantragen wir die Verkürzung.

Brauchen wir eine Genehmigung für die Bestattung ohne Sarg?

Das hängt von der Stadt ab. In Frankfurt nicht über das Gesundheitsamt. In Neu-Isenburg und Dietzenbach ist eine Genehmigung nötig, und die Wege dorthin unterscheiden sich.

Wo ein Antrag nötig ist, stellen wir ihn. Sie müssen dafür zu keiner Behörde.

Gibt es islamische Friedhöfe in Hessen?

Eigene Friedhöfe dürfen nach § 3 Abs. 1 nur Religionsgemeinschaften anlegen, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. Diesen Status hat kaum eine islamische Gemeinde.

Islamische Beisetzungen finden deshalb auf kommunalen Friedhöfen mit muslimischem Grabfeld statt, zum Beispiel in Neu-Isenburg, Dietzenbach, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt, Kassel und Friedberg. Die Liste steht weiter oben auf dieser Seite.

Wie lange bleibt das Grab bestehen?

Die Ruhefrist legt jede Gemeinde in ihrer Friedhofsordnung fest. Nach § 6 Abs. 2 beträgt sie mindestens fünfzehn Jahre.

Welche Frist auf dem gewünschten Friedhof gilt und ob sie verlängert werden kann, sagen wir Ihnen vorher.

Sind Sie auch in meiner Stadt in Hessen tätig?

Ja. Wir sitzen in Neu-Isenburg zwischen Frankfurt und Offenbach und sind in ganz Hessen unterwegs, von Darmstadt bis Kassel.

Rufen Sie an, auch nachts. Der erste Anruf kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Quelle und Stand. Friedhofs- und Bestattungsgesetz (FBG) Hessen vom 5. Juli 2007, zuletzt geändert durch Gesetz vom 16. Dezember 2025 (GVBl. Nr. 101). Die zitierten Paragraphen sind der Textfassung mit Stand 1. Mai 2026 entnommen. Angaben zu den Grabfeldern und zur Genehmigungspraxis aus unserer eigenen Arbeit sowie nach den Friedhofsverwaltungen der genannten Städte und der örtlichen Presse. Zuletzt fachlich geprüft am 25. September 2026. Diese Seite gibt den Gesetzeswortlaut wieder und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Im Todesfall Tag und Nacht erreichbar

Sagen Sie uns, wo beigesetzt werden soll. Wir klären, was am Ort möglich ist, und stellen die nötigen Anträge. Der erste Anruf kostet nichts.

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